pinocchio schrieb:Zu dem Artikel im Autohaus wurde folgender Kommentar abgegeben:
UE
31.07.2017
Gute Nacht Maserati! Nichts gegen Elektroautos...aber ein Elektroauto versprüht etwa so viel Emotionen wie ein Glas Wurstwasser. Und Maserati? Genau das Gegenteil. Ein Auto, welches ich mir, nachdem ich das Hirn komplett runtergefahren habe, NUR wegen der Emotionen kaufen würde... Aber egal. Die hochbezahlten Herren werden schon wissen was sie tun... ;-)
Wer von euch war das?
Das war wohl die Stimme der Kernzielgruppe - potentieller (verschreckter) Erstkäufer. Die Foristen argumentieren hier ja überwiegend nostalgisch (verbrämt?) motiviert, obwohl das ja auf recht wenig Gegenliebe beruht und Maserati als Hersteller seinerseits recht wenig Unterstützung für die Classic-Fraktion bietet.
Führt letztlich immer wieder auf die leidige "Nachvollziehbarkeit der Mehrmarkenstrategie des FCA-Konzerns"-Diskussion zurück.
Wobei zu kurz springt, wer den Erfolg von Tesla allein am Elektroantrieb festmacht. Da steckt ein sehr gepflegtes Markenmarketing dahinter und wer mal eine aktuellen Fahrbericht des Model 3 aus dem Internet pickt, wird finden, dass über den Elektroantrieb recht wenig geschrieben wird, aber dennoch das Fahrzeug "im Grunde als begehrenswert" dargestellt wird, weil die "Customer-/User-/Driver-Experience" für die Zielgruppe einfach stimmt. Da gehören dann noch mehr Ausstattungs-und Designattribute dazu als nur der Elektroantrieb. Mit schon wieder altbackenen Worten könnte man auch sagen: "Tesla ist einfach Kult". Jeder rationale Vergleich "warum, wieso weshalb oder auch nicht" schiesst da schnell am Ziel vorbei.
Mir erscheint der Vergleich Tesla vs. QP ein wenig wie im kulinarischen Sektor: spanische Molekularküche vs. Haeberlin (Elsass), vs Ishikawa (Tokyo). Der Guide Michelin anerkennt durchaus verschiedene kulinarische Erlebnisse als 3-Sterne-würdig. Ich würde entsprechend den Tesla auch nicht als das alleinige Mass aller Dinge betrachten.